Hilfe zur Selbsthilfe Potsdam e.V.

Wir sind für erneuerbare Energien. Nicht für 280 Meter hohe Anlagen im Landschaftsschutzgebiet.

Gemeinsam setzen wir uns für den Natur- und Artenschutz ein. Regional, rechtlich fundiert sowie mit Weitblick und Nachhaltigkeit. Unser aktuellstes Projekt: die Vermeidung der Errichtung riesiger Windkraftanlagen im Potsdamer Norden.

Blick von der Preußenhalle in den Potsdamer Norden

4 Orte

Seeburg, Engelsfelde, Groß Glienicke und Gatow

ca. 285 m

Höhe je Anlage – fast so hoch wie der Berliner Fernsehturm

35.000 t

Stahlbeton je Fundament auf bis zu 1.000 m²

30.000 m²

Natur, die durch Bauvorbereitung und Baufahrzeuge zerstört wird

Angaben: Hilfe zur Selbsthilfe Potsdam e.V., Stand 2026. Quellenangaben zu den einzelnen Zahlen folgen im Dokumentenbereich.

Unsere Position

Erneuerbare Energien – ja. Aber sinnvoll und naturschonend.

Grundsätzlich sind die meisten von uns (wenn nicht alle) dafür, auf fossile Energiequellen immer mehr zu verzichten und stattdessen auf erneuerbare Energiequellen wie Solarenergie, Windkraft und andere zurückzugreifen bzw. nach weiteren zu forschen.

Allerdings – so unsere Ansicht – sollte der Ausbau und Einsatz erneuerbarer Energien auch sinnvoll und naturschonend durchgeführt werden. Der geplante Bau von riesigen Windkraftanlagen im Potsdamer Norden, nur wenige hundert Meter von der Waldsiedlung entfernt, erfüllt diese Kriterien nicht.

Windkraftanlagen gibt es mittlerweile genug in Brandenburg. Aus diesem Grund hat die Landesregierung beschlossen, nur noch bereits genehmigte Anlagen bauen zu wollen. Dennoch will die Landeshauptstadt an ihren Plänen festhalten. Eine Katastrophe für den Natur- und Artenschutz sowie für die Menschen in unmittelbarer Nähe.

Der in Europa selten gewordene Rotmilan ist im Potsdamer Norden zu Hause.

Die Planung

Was im Potsdamer Norden entstehen soll

In Seeburg, Engelsfelde, Groß Glienicke und Gatow sollen neue Windkraftanlagen entstehen – fast so hoch wie der Berliner Fernsehturm. Was auf dem Papier nach Fortschritt klingt, bedeutet in der Realität massive Eingriffe in unsere hochwertigen und zu schützenden Naturlandschaften und das Leben der Menschen, die hier wohnen.

Der Potsdamer Norden heute: unverbauter Himmel
So sieht es aktuell noch im Potsdamer Norden aus: Der Blick von der Preußenhalle in den Norden zeigt einen unverbauten blauen Himmel.
Windkraftanlagen bedrohen den Potsdamer Norden
Wenn es nach dem Willen der Stadt geht, sollen hier bald monströse Windkraftanlagen stehen, die fast so hoch sind wie der Berliner Fernsehturm.

Inzwischen hat Berlin festgestellt, dass die in Gatow geplanten Anlagen nicht realisierbar sind, weil ihr Bau mit Aspekten des Umwelt- und Artenschutzes sowie der möglichen Gesundheitsgefährdung nicht vereinbar ist, und hat die Pläne verworfen.

Nur Potsdam hält noch aus unerklärlichen Gründen an den Plänen fest, die Natur unweit wertvoller Naturschutzgebiete zu zerstören, die noch vielen geschützten Arten einen sicheren Lebensraum bieten.

Artenschutz

Rotmilan, Weißstorch, Seeadler – und die Fledermäuse

Der in Europa selten gewordene Rotmilan, der Weißstorch, der Seeadler und andere im Potsdamer Norden lebende Vögel und Fledermausarten sind durch den geplanten Bau der Windkraftanlagen bedroht.

„Jedes Jahr werden in Deutschland über 100.000 Vögel durch Windräder getötet.“

Diesen sinnlosen Vogel-Mord müssen wir im Potsdamer Norden verhindern.

Durch Windräder getöteter Storch
Durch Windräder getöteter Weißstorch
Durch Windräder getöteter Seeadler
Durch Windräder getöteter Seeadler
Fledermaus vor Windrädern
Auch Fledermausarten sind bedroht

Bodenversiegelung

Ein Fundament aus 35.000 Tonnen Stahlbeton – je Windrad

Ein weiterer Grund, gegen den geplanten Bau der Windkraftanlagen im Potsdamer Norden vorzugehen, ist die extreme Verdichtung des Bodens durch den Bau der Fundamente für jedes einzelne Windrad.

„Bis zu 35.000 Tonnen Stahlbeton versiegeln den Boden auf einer Fläche von bis zu 1.000 qm.“

Dabei werden zusätzlich für den Bau bis zu 30.000 qm Natur durch die bauvorbereitenden Maßnahmen und Baufahrzeuge zerstört. Der verantwortungsvolle Umgang mit einer zu schützenden Flora und Fauna sieht anders aus. Deshalb müssen wir diesen Bau verhindern.

Fundament für ein Windrad
Fundament für ein Windrad
Bauarbeiten am Fundament eines Windrads
Bauvorbereitung und Baufahrzeuge zerstören zusätzlich bis zu 30.000 m² Natur

Der Verein

Was tun wir als Verein?

Der Hilfe zur Selbsthilfe Potsdam e.V. setzt sich für eine Energiewende mit Augenmaß ein. Wir wollen, dass Klimaschutz und Lebensqualität Hand in Hand gehen. Wir stehen für den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen und für den Erhalt der Landschaften, die uns Heimat geben.

Wir arbeiten sachlich, konstruktiv und rechtlich fundiert. Vor allem aber bringen wir Menschen zusammen, die ihre Region lieben und bereit sind, sich für sie einzusetzen.

01

Information

Wir klären über aktuelle Planungen, rechtliche Grundlagen und ökologische Folgen auf.

02

Rechtliche Schritte

Wir arbeiten mit einem erfahrenen Fachanwalt für Umwelt- und Verwaltungsrecht an einer tragfähigen Strategie zur Vermeidung der naturzerstörenden Windkraftanlagen im Potsdamer Norden.

03

Dialog

Wir suchen das Gespräch mit Behörden und politischen Entscheidungsträgern, um Lösungen zu finden, die Mensch und Natur gerecht werden.

04

Vernetzung

Wir verbinden engagierte Menschen aus der Region, damit ihre Stimmen gehört werden.

Mitmachen

Je mehr wir sind, desto schwerer wiegt unser Wort.

So helfen Sie mit, die Windkraftanlagen im Norden Potsdams zu verhindern: Werden Sie Mitglied in unserem Verein – oder unterstützen Sie uns mit einer Spende.

Mitglied werden

Ihr Mitgliedsbeitrag sorgt dafür, dass wir auf rechtlicher Grundlage und im Interesse des Natur- und Artenschutzes gegen den geplanten Bau vorgehen können.

Spenden

Jeder Euro kommt dem Projekt „Gegen Windkraft in Potsdam“ zugute. Sie erhalten einen Spendenbeleg.

Hilfe zur Selbsthilfe Potsdam e.V.
IBAN: DE67 2004 0000 0542 8420 00
Commerzbank

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Aktuelles

Was Potsdam plant – und was der Verein tut